Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung
sofia.raum für kultur&wissen!
Radoslava Guirguinova (IBBTE – Prof. Schürmann)
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Im Übergang vom Sozialismus in die Demokratie hat auf dem freien Markt Kultur in Bulgarien scheinbar ihren Wert verloren. Heute sind Massenkultur, Meinungsbildung und Demagogie die führenden Kräfte des Staates. Kultur und Bildung, vor allem Erwachsenenbildung, werden vernachlässigt und für den normalen Bürger unzugänglich gemacht.

 

Die Institutionen, die das kulturelle Leben der Stadt unterstützen sollten, sind zwar vorhanden, jedoch können sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Die Lesestuben, die als kleine Bildungsstätten eine wichtige historische Bedeutung haben, sind nach der demokratischen Wende 1989 in Verruf geraten. Der Nationalkulturpalast (NDK), der 1981 als sozialistischer Protzbau errichtet wurde und ein großes Potenzial an Ausstattung für Kongress- und Kulturveranstaltungen verbirgt, wird als Überbleibsel des Regimes von der Generation der Wende nicht als Kulturstätte angenommen.

 

Eine neue kulturelle Infrastruktur soll diesem Status quo entgegenwirken, indem das Angebot ergänzt wird und eine Brücke zu den bestehenden Institutionen gebildet wird.

 

Das Lesestubennetzwerk soll revitalisiert und durch einen zentralen Raum für Kultur und Wissen ergänzt werden. Das neue Gebäude, das als Kultur-, Bildungs-, Erinnerung-, Diskussions- und Informationsstätte konzipiert ist, wird bewusst dem NDK entgegengesetzt und verkörpert somit die transformative Kraft des Projekts.

https://www.architektur.uni-stuttgart.de/

 

Betreuung: Dipl. Ing. Anna Lips

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