Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung
Das Schalungshaus
Svenja Christian, Hannah Müller, Christoph Nething, Stephanie Rosenfeld (ILEK – Prof. Sobek)
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Im polnischen Ort Zakopane existiert die Tradition einer speziellen modularen Bauweise: Ganze Gebäudeteile der traditionellen Blockhäuser werden unabhängig voneinander abgebaut, an die Kinder weitervererbt und an einem anderem Ort wieder aufgebaut. Das Schalungshaus basiert auf den Prinzipien dieser alten Tradition und übersetzt sie in einen aktuellen Kontext. Der Zyklus des Schalungshauses beginnt mit dem Bau eines Holzhauses, dessen zweischalige Hülle im späteren Verlauf als Schalung für ein Betonhaus fungieren kann. Die hölzernen Gebäudeteile können komplett abgebaut werden und an einen neuen Bauplatz wandern, wobei sie ihren Abdruck im Beton als Zeuge der Vergangenheit hinterlassen. Dadurch wird das Holz der Schalung vom Beiwerk zum vollwertigen Baumaterial aufgewertet und nimmt Bezug auf die in Zakopane allgegenwärtige Tradition des Holzhandwerks. Durch das modulare System lässt sich das Schalungshaus je nach Bedürfnissen der Bewohner in horizontaler und vertikaler Richtung erweitern, verkleinern; Gebäudeteile können miteinander verbunden oder getrennt werden. Mit Blick auf die variierenden Bedürfnisse einer polnischen Familie entstanden Wandlungszenarien zweier Gebäude, welche sich den Lebensphasen der Bewohner anpassen.

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