Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung
Ankunftswohnen
Franziska Schlegel (IWE – Prof. Hannemann)
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Im letzten Jahr kamen fast eine Million Flüchtlinge nach Deutschland. Um den enormen Bedarf an Ankunftswohnungen zu decken, entstanden und entstehen Gebäude, die oftmals nur der schieren Unterbringung dienen. Es entstanden aber auch qualitätsvolle architektonische Bauten die soziale Integrationsstrategien implizierten. Da die Migrationsbewegung den bereits bestehenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen verschärft, werden neben temporär wirksamen Maßnahmen auch langfristige Strategien für einen bezahlbaren Wohnraum entwickelt. In dem Seminar Ankunftswohnen wurde die große Breite des Wohnens von Geflüchteten in Baden-Württemberg und Bayern untersucht. Die Palette reichte von Unterbringungen in den Landeserstaufnahmen (LEA), über die Formen der „vorläufigen Unterbringung“ in Turnhallen, Systembauten und Containern bis hin zu „Anschlusswohnungen“ für Geflüchtete. Es wurden im Seminar zudem innovative Pilotprojekte, wie das Grandhotel Cosmopolis in Augsburg, besucht. Vor Ort ermittelten die Studierenden die baulichen Grundlagen und analysierten die alltägliche Wohnsituation der Geflüchteten. Um die Privatheit dieser Menschen zu schützen, wurde auf eine fotografische Dokumentation (personenbezogene Abbildung) verzichtet und stattdessen von den Studierenden reduzierte Skizzen angefertigt, die manchmal umso eindrücklicher die existierende Kälte und Sachlichkeit dieser temporären Wohnweise darstellen.  

 

Betreuung: Dr. Gerd Kuhn

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