Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung
"In die Ecke" Ein Archäologenhaus am Kölner Römerturm
Johannes Buchhammer (IÖB – Prof. Lederer)
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Für den Entwurf "In die Ecke!" sollte ein Grundstück mit einem komplexen Eckproblem gefunden werden. Die Wahl fiel auf eine Parzelle in der Kölner Innenstadt in unmittelbarer Nähe zum Dom. Zwei Häuserzeilen mit qualitätvoller Architektur der 1950er und 1960er Jahre stoßen hier ohne direkten Bezug aufeinander, lassen aber das Eckgrundstück unbebaut. Durch die Lücke wird das urbane Gefüge der Innenstadt gestört und das intime Blockinnere mit Verkehrslärm belastet. Das neue Archäologenhaus schließt diese Leerstelle mit einem starken vertikalen Akzent und schafft so eine Beziehung zu den Domtürmen. Es entstehen temporäre Arbeits- und Wohneinheiten für archäologische Fachbesucher, die in den nächsten Jahrzehnten wegen Ausgrabungen im Umfeld erwartet werden. In den unteren Geschossen befinden sich öffentlich begehbare Ausstellungsräume für archäologische Funde. Durch eine Durchwegung im Gebäudeinneren wird die dahinterliegende kleine Gasse subtil an die Stadt angebunden. Das neue Eckgebäude bindet die heterogene Nachkriegsarchitektur der angrenzenden Bebauung zusammen. Bisher "autonome" Häuserzeilen werden durch den Neubau erstmals in ein innerstädtische Gefüge einbezogen. 

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