Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung

Diplompreise der Fakultät

Anlässlich der Verabschiedung der Absolventen des Wintersemesters 2013/14 wurden die besten Arbeiten mit den traditionellen Diplompreisen der Fakultät ausgezeichnet. Die Jury vergab einen ersten, zwei gleichwertige zweite Preise, den Sonderpreis für eine theoretische Arbeit sowie drei Anerkennungen. Sechs weitere Arbeiten kamen in die engere Wahl.

Die diesjährige Jury setzte sich aus Akademischen Mitarbeitern verschiedener Fachgebiete sowie einem letztjährigen Diplompreisträger zusammen: Allgemeine Grundlagen: Christiane Fülscher, Darstellen und Gestalten: Uwe Schinn, Bautechnik: Stefan Brech, Gebäudeplanung: Victoria von Gaudecker, Stadt und Landschaft: Timo Kegel, Diplompreisträger des vergangenen Semesters: Sinan Tiryaki

Die Fakultät gratuliert herzlich allen Preisträgern zu ihren herausragenden Arbeiten.


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1. Preis: Viktoria Faszl

"Haus der Natur - Nationalpark im Schwarzwald"

IÖB, Prof. Lederer

 

Die Diplomarbeit von Viktoria Faszl „Haus der Natur – Nationalpark Schwarzwald“ zeigt, dass die Wahl eines besonderen Ortes und Entwurfsthemas auch zu einem außergewöhnlichen Entwurf führen kann.

Mit sehr viel Einfühlungsvermögen aber auch einer sehr klaren Umsetzung positioniert Frau Faszl ein Informations- und Besucherzentrum auf dem obersten Rand der Staumauer der Schwarzenbach Talsperre. Sie verfolgt dabei ihr Konzept stringent und stimmig auf allen Ebenen, was die hervorragende Darstellung in den Zeichnungen und Modellen unterstreicht.

Der einzige Punkt, der zur Diskussion führte war die Frage, ob es richtig sei, mit der Fassade auf die so gegensätzlichen Seiten des Staudamms gleich zu reagieren?


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2. Preis: Ina Vetter

"Lichtspielhaus Heidelberg"

IRGE / Prof. Markus Allmann

 

In ihrer Diplomarbeit "Lichtspielhaus" interpretiert Ina Vetter die Kulturinstitution Kino neu und schafft damit einen interessanten, städtischen Typus. Das Gebäude knüpft entgegen derzeitiger Entwicklungen zu Multiplexkinos an den Maßstab und die Atmosphäre der Filmpaläste vergangener Tage an. Der gut gegliederte Baukörper reagiert bewusst auf den kleinteiligen, städtischen Kontext ohne dabei an Kraft und Selbstbewusstsein zu verlieren. So fügen sich die von außen klar ablesbaren Kinosäle wie selbstverständlich in die Dachlandschaft der Heidelberger Altstadt ein, wovon vor allem das hochwertige Modell überzeugt. Der gut durchdachten Nutzungsmix rund um das Thema Film entspricht sowohl den Anforderungen des Standorts als auch der zeitgemäßen Vorstellungen eines mehrdimensionalen Gebäudes. Bei der sehr überzeugenden Arbeit führten einzig die Erschließung der Kinosäle und der Umgang mit der Rückfassade zu Diskussionen innerhalb der Jury.


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2. Preis: Anouk Obermann

"Cooking up - Eine Kochschule in der Bronx, N. Y. "

IÖB, Prof. Lederer

 

Die Diplomarbeit von Anouk Obermann „Cooking Up“ setzt auf sich auf besondere Art mit der komplexen (Lebens-) Situation der Bewohner des Hunts Point im Stadtbezirk Bronx, NYC auseinander.

 Die „Kochschule in der Bronx“ soll die Bewohner an frische, regional produzierte Produkte heranführen und dadurch neue Impulse im Quartier setzen. Das Gebäude setzt  sich durch seine eigenständige Formensprache deutlich vom heterogenen Umfeld des Quartiers ab und gibt ihm dadurch Ruhe. Mit viel Einfühlungsvermögen entwickelt Frau Obermann einen besonderen Bautyp mit authentischer Atmosphäre, der neue Möglichkeitsräume für die Entwicklungen in einer schwierigen Nachbarschaft aufzeigt.

Hervorzuheben ist aus Sicht der Jury der Umgang mit dem komplexen Raumprogramm das Frau Obermann stimmig zu einem „großen Ganzen“ zusammenfügt und in klar strukturierte Grundrisse übersetzt. Das hybride Gebäude mit verschiedenen Nutzungen wie Markthalle, Restaurant und Wohnungen stellt Sie dabei in allen Maßstabsebenen stimmig und unaufgeregt dar.

Die hohe Qualität der Darstellung fällt lediglich bei den Schnitten ab.

Die Gestaltung der Fassade im Sockelbereich und die Gestaltung der Brandwände zwischen den Hochpunkten führte zu Diskussionen in der Jury


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Sonderpreis - Theoretische Arbeit: Christina Mayer

" Was nicht bezahlbar ist, wird bezahlbar gemacht "

IWE - Fachgebiet Architektur und Wohnsoziologie/ Prof. Hannemann

 

Bezahlbaren Wohnraum schaffen, das ist das aktuelle Thema, welches Christina Mayer in ihrer Diplomarbeit mit brillanter Konsequenz thematisiert: Sie untersucht Möglichkeiten zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für mittlere und untere Einkommensgruppen in wachsenden Großstädten. Vergleichend werden die kommunalen Wohnraumförderungskonzepte von München (SoBoN) und Stuttgart (SIM) untersucht. Zur Evaluation der dort verfolgten Strategien für eine bessere Wohnraumversorgung führte sie Experteninterviews mit Akteuren aus der Wohnungswirtschaft und Kommunalverwaltung in beiden Städten durch. Es gelang ihr mit einer klar strukturierten und kompakten Diplomarbeit eine sehr fundierte und eigenständige Analyse. Insgesamt zeigt sie nüchtern und eindeutig die konkreten Umsetzungsprobleme und darüber hinaus Chancen und Grenzen der beiden Förderkonzepte auf.

Diese hervorragende Diplomarbeit wird mit dem Sonderpreis „theoretische Arbeit“ ausgezeichnet.

 


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Anerkennungen

 

Alicia Caballero

 

Anna Viktoria Sauter und Louisa Valeska Scherer

 

Birgit Gierhoff und Marius Pawliczek


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Engere Wahl

 

Nicola Haberbosch

 

Andreas Schönbrunner

 

Roman Sand

 

Julia Sand

 

Julia Maisch

 

Lukas Brenner


Kontakt

Öffentliche Kommunikation

Dipl.-Ing. Kerstin C. Ottmar

Keplerstr. 11, K1 - 1. OG, Raum 1.26

Tel. 0711/685-84912

 

E-mail: kerstin.ottmar(at)f01.uni-stuttgart(dot)de