Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung

Diplompreise der Fakultät

Die Diplomjury der Fakultät Architektur und Stadtplanung vergibt zum Wintersemester 2010/11 drei gleichwertige Diplompreise an folgende Absolventen:


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„Recyclinggerechtes Konstruieren“ von Valentin Brenner (ILEK)


 

Die Arbeit von Herrn Brenner stellt die erste umfassende Untersuchung der wesentlichen Aspekte, die Grundlage des recyclinggerechten Konstruierens im Bauwesen sind, dar. Neben einer einleitenden Begründung der Relevanz des Themas werden Stoffkreisläufe (creadle-to-creadle), Recyclingprozesse der relevanten Baustoffklassen, existierende Regelwerke und die Herangehensweisen in anderen Industriezweigen untersucht. Auf dieser breiten wissenschaftlichen Grundlegung aufbauend werden die Grundlagen für einen „Recyclingleitfaden Bau“ gelegt, der eben die Diskussion von Bauweisen und Austauschclustern, Verbindungstechniken, der Kennzeichnung und Dokumentation der eingesetzten Materialien und vieler anderer Aspekte erstmals eine Grundlage für recyclinggerechtes Konstruieren im Bauwesen schafft.


Eine Arbeit von großer zukünftiger Relevanz, übersichtlich und wissenschaftlich durchgreifend auf hohem Niveau bearbeitet. 

 



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„Morphogenetic BeachScape“ von Christoph Waibel (ICD)

 

 

Das Projekt „Morphogenetic Beachscape“ von Christoph Waibel untersucht evolutionäre Entwurfsverfahren, die es durch das Einbetten naturanaloger Algorithmen erlauben, eine Vielzahl von Entwurfskriterien in einem computerbasierten Prozess abzugleichen. Die Jury beeindruckte der experimentelle Charakter der Arbeit, die sich mit grundlegenden Fragestellungen des architektonischen Entwerfens im Kontext ergebnisoffener computerbasierter Prozesse auseinandersetzt. Ebenfalls honoriert wurde die technische Durchdringung des Themenkomplexes, die eine selbstständige Programmierung des zugrunde liegenden evolutionären Algorithmus mit einschließt.

 


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„Second World War Museum“ von Maximilian Köth (IRGE)


 

Welche architektonische Sprache ist angemessen und zugleich verbindlich, für ein Museum, das sich, an historisch bedeutsamer Stätte, der Aufarbeitung der Geschichte des zweiten Weltkrieges widmet? Über das Sammeln, Archivieren und Vermitteln hinaus kommt diesem Museum auch die Aufgabe zu, mahnend an Geschehnisse zu erinnern, die sich unter keinen Umständen wiederholen dürfen. Gibt es eine architektonische Gestalt  die dieser inhaltlichen Bedeutung gerecht wird? Maximilian Köth wählt für das World-War-2  Museum in Danzig, in konsequenter formaler Reduktion, einen, im Landschaftsraum freigestellten, einfachen Kubus, als sichtbares Gehäuse für die Ausstellungsbereiche. Leicht verdreht zu den Grundstückskanten, überstellt dieser eine eingeschossige, in das Gelände eingesetzte Plattform, über die das Gebäudeensemble parallel zum Flusslauf erschlossen wird. Im Innern des Kubus erwartet den Besucher eine virtuos inszenierte Folge von Ausstellungsräumen, die abschließend zu einem offenen Wandelgang auf dem Dach führt, der einen Blick auf das heutige Danzig erlaubt.


Eine klare architektonische Position, verbunden mit einer selbstbewussten städtebaulichen Setzung, sowie eine, in allen Teilen, präzisen Durcharbeitung kennzeichnen die Arbeit. Die Detaillierung des Projektes folgt konsequent dem konzeptionellen Ansatz, ist originär und insbesondere im Bereich der Fassaden kraftvoll und poetisch zugleich.

 


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Anerkennungen

Museum in Saint Gilles“ von Emil Iliev (IÖB)

Neufert reloaded“ von EIke Lehnhoff (SI)

Fashion Museum Tokyo“ von Brigitte Leschtar (IRGE)

Aeroporto.Rio.Triple Zero“ von Kathrin Adolph (ILEK)

„Auberge Alpine“ von Timo Sprengel (IRGE)

Kontakt

Öffentliche Kommunikation

Dipl.-Ing. Kerstin C. Ottmar

Keplerstr. 11, K1 - 1. OG, Raum 1.26

Tel. 0711/685-84912

 

E-mail: kerstin.ottmar(at)f01.uni-stuttgart(dot)de