Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung

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ICD und ITKE bauen für die Bundesgartenschau Heilbronn 2019

 

Zwei Institute der Universität Stuttgart, ICD / Prof. Achim Menges und  ITKE / Prof. Jan Knippers, wurden mit dem Bau der experimentellen Pavillons beauftragt.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart, die in Heilbronn architektonische Spitzenforschung präsentieren wird“, sagte BUGA-Geschäftsführer Faas.

Prof. Wolfram Ressel wies darauf hin, dass die Pavillons architektonisch in der Tradition von Frei Otto bis Jörg Schlaich stehen, und sagte: „Die Leistungsstärke unserer Fakultät ‚Architektur und Stadtplanung‘ leistet einen international viel beachteten Beitrag für Baden-Württemberg als wichtiges Zentrum des Leichtbaus, der Bionik und des Einsatzes digitaler Technologien in der Architektur. Die Pavillonbauten verkörpern die landestypische Innovationsstärke, indem sie ihr eine spezifische und greifbare Form geben.“

Im Vergleich zu technischen Systemen weisen biologische Strukturen in der Regel einen wesentlich höheren Grad an Leistungsfähigkeit und Materialeffizienz auf. Die Übertragung von Leichtbauprinzipien wie der lastgerechten Ausdifferenzierung von Material und Strukturen ermöglicht es in Verbindung mit digitalen Planungs-, Simulations- und Fertigungsverfahren neue Konstruktionsformen für die Architektur zu entwickeln. Die Tragstruktur des Faserpavillons besteht ausschließlich aus Faserverbundkomponenten, deren individuelle Strukturen aus Glasfasern und Kohlestofffasern in einem robotischen Fertigungsprozess hergestellt werden. Dies ermöglicht es, die Geometrie und Faseranordnung jedes einzelnen der 60 Bauteile spezifisch den jeweiligen Anforderungen anzupassen. Dabei entstehen zugleich eine ausgesprochen leistungsfähige Leichtbauweise und eine einzigartige, architektonische Wirkung.

Die Eröffnung des Pavillons findet am 17.04.2019 auf dem Gelände der Bundesgartenschau in Heilbronn statt.

 

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E-mail: dekanat(at)f01.uni-stuttgart(dot)de

 

Kazuyo Sejima

Die Fakultät Architektur und Stadtplanung verlieh der japanischen Architektin Kazuyo Sejima am 15. November 2013 die Ehrendoktorwürde. Sejima (geb. 1956) gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Architekturszene. Die Bauten ihres 1995 zusammen mit Ryue Nishizawa gegründetes Büro SANAA werden seit 1996 international wahrgenommen. 2010 wurde das Büro mit dem in Fachkreisen als Nobelpreis für Architektur geführten Pritzker-Preis in New York ausgezeichnet.