Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung

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BUGA-Pavillons weltweit einzigartig

Die Architektur neu denken –

dieses Fazit lässt sich aus dem Entstehungsprozess der zwei weltweit einzigartigen faszinierenden Pavillons der Universität Stuttgart ziehen, die auf der Sommerinsel des Geländes der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn zu sehen sein werden. Digitalisierung, Leichtbau und Bionik sind die drei Eckpfeiler für die beiden innovativen Konstruktionen und Beispiele für die Innovationsstärke in Baden-Württemberg. Noch laufen die Aufbauarbeiten der Schalenkonstruktionen, sie werden aber pünktlich zur Eröffnung der BUGA am 17. April abgeschlossen sein. Beide Pavillons werden während der BUGA für Veranstaltungen genutzt.

Der Holzpavillon
Die Bauarbeiten an dem von der Biologie geprägten Pavillon aus einer neuartigen Holzleichtbauweise auf dem BUGA Gelände sind nahezu abschlossen. Der Pavillon hat eine Spannweite von rund 30 Metern und eine Höhe von sieben Metern. Derzeit wird die Dacheindeckung montiert. Die Konstruktion des Pavillons setzt auf drei Punkten auf und spannt stützenfrei über eine Grundfläche von rund 500 qm. Der Holzpavillon wird während der BUGA mit einer Bühne für das tägliche Veranstaltungsprogramm genutzt. Im Vergleich zu technischen Systemen weisen biologische Strukturen in der Architektur in der Regel eine wesentlich höhere Leistungsfähigkeit und Materialeffizienz auf. Plattenstrukturen sind dabei eine besonders interessante Art der Konstruktion.Biologisches Vorbild ist der Sanddollar, eine Unterart des Seeigels. Entsprechend hat die Universität Stuttgart mit dem Holzpavillon ein Schalentragwerk aus 376 hohlen, also besonders materialeffizient hergestellten Holzkassetten konstruiert.

Der Faserpavillon

Die Schalenkonstruktion des sogenannten Faserpavillons ist ebenfalls schon weit gediehen. Mit einer Spannweite von rund 23 Meter und einer Höhe von rund sieben Metern hat er zehn Auflagerpunkte. Dieser Pavillon wird Ausstellungsfläche für die Digitalisierungsausstellung “Zukunftskarussell“ des Landes Baden-Württemberg sein. Der Pavillon bietet ein einzigartiges Besuchererlebnis im Bereich der biomimetischen Spitzenforschung an leichten Faserverbundstrukturen. Ein weiteres wichtiges Element des Bausystems ist die große, nur mechanisch vorgespannte, transparente ETFE-Membran. Dies zeigt die Kompatibilität von experimentellen Verbundkonstruktionen mit konventionellen Bausystemen und dient dem Wetterschutz der Ausstellungsfläche im Inneren.Die weltweit einzigartigen, weitspannenden Leichtbaukonstruktionen zeigen, wie zukunftsweisende, hochleistungsfähige Leichtbauten mit einer einzigartigen architektonischen Wirkung entstehen.. Die Pavillonbauten verkörpern die Innovationsstärke Baden Württembergs, in dem sie ihr eine spezifische und greifbare Form geben. Sie verdeutlichen, wie mit mehr Wissen und fortschrittlichster Technik weniger Ressourcen verbraucht werden und zugleich faszinierende Bauwerke entstehen.

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Holzpavilion auf der BUGA 2019

Faszinierende Holzkonstruktion in Heilbronn zu bestaunen.

Die Konstruktion des Pavillons setzt auf drei Punkten auf und spannt

stützenfrei über eine Grundfläche von rund 500 qm. Der Holzpa­villon

wird während der BUGA mit einer Bühne für das tägliche

Veran­staltungsprogramm genutzt. Im Vergleich zu technischen Systemen

weisen biologische Strukturen in der Architektur in der Regel eine

we­sentlich höhere Leistungsfähigkeit und Materialeffizienz auf.

Platten­strukturen sind dabei eine besonders interessante Art der

Konstruktion. Biologisches Vorbild ist der Sanddollar, eine Unterart des

Seeigels. Ent­sprechend hat die Universität Stuttgart mit dem

Holzpavillon ein Scha­lentragwerk aus 376 hohlen, also besonders

materialeffizient hergestell­ten Holzkassetten konstruiert. Sie

entstanden in einem eigens hierfür entwickelten robotischen

Vorfertigungsprozess vollautomatisiert aus zwei Platten und bis zu

sieben einzelnen Balken. Diese Kassetten wur­den von zwei kooperierenden

Robotern in nur sieben Minuten assembliert