Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung

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Nachruf Prof. Dr. Michael Trieb (1936 - 2019)

Nachruf Prof. Dr. Michael Trieb (1936 - 2019)

Die Fakultät Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart trauert um ihren langjährigen Kollegen Prof. Dr. Michael Trieb. Von 1979 bis 2002 hatte er die Professur für Stadtgestaltung und Stadtentwicklungsplanung am Städtebau-Institut inne. Er starb am 25. Januar 2019 im Alter von 82 Jahren in Stuttgart. Damit verliert unsere Fakultät eine außergewöhnliche und hoch angesehene Persönlichkeit, die über drei Jahrzehnte die Forschung und Lehre im Städtebau an unserer Universität mitprägte.

Michael Trieb studierte an der TH Stuttgart Architektur und Stadtplanung und sammelte nach dem Diplom im Jahre 1964 erste praktische Erfahrungen in verschiedenen Planungsbüros und in der Planungsverwaltung der Stadt Stuttgart, bis er am Lehrstuhl für Städtebau von Prof. Antero Markelin eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent antrat. Inspiriert durch die bahnbrechenden Arbeiten von Kevin Lynch zum „Bild der Stadt“ hat er in den Folgejahren mit seinen grundlegenden Arbeiten zur Stadtbildanalyse und Stadtgestaltung eine eigene, weit ausstrahlende Forschungsrichtung etabliert, die ihm auch über die Grenzen sehr hohes Ansehen brachte. In diesem Rahmen entstanden auch seine Promotion (1972) und Habilitation (1976). Im Jahre 1979 wurde er zum Professor für Stadtgestaltung und Stadtentwicklungsplanung an unserer Universität ernannt. In den folgenden Jahren konnte er in zahlreichen Gutachten und Rahmenplänen seine theoretischen Konzepte zur Stadtgestaltung an Städten in ganz Deutschland in der Praxis erfolgreich erproben, darunter Städte wie Lübeck, Stralsund und Potsdam. In zahlreichen Publikationen und Vorträgen hat er für seine Vorstellung einer anthropozentrischen Stadtplanung geworben.

Sein Werk hat entscheidend den guten Ruf des Städtebau-Instituts als eine forschungsstarke Institution in der Architektur und Stadtplanung mitbegründet. Des weiteren erwarb sich Michael Trieb große Verdienste um die Internationalisierung der Forschung und Lehre an der Stuttgarter Fakultät. Er veranstaltete internationale Tagungen, gewann ausländische Kolleginnen und Kollegen für Gastaufenthalte, war einer der ersten Hochschullehrer, der wissenschaftliche Mitarbeiter aus anderen Ländern beschäftigte, er betreute zahlreiche Promovenden aus Übersee und ließ Studierende schon früh Entwurfsthemen in fernen Städten bearbeiten. Er wird als ein sehr engagierter und beliebter Lehrer in Erinnerung bleiben. Mit seiner am Menschen und dessen Bedürfnissen orientierten Auffassung von Stadtplanung hat er zahlreiche Absolventen geprägt und vielen von ihnen den Weg in eine erfolgreiche Karriere gewiesen. In seinem Planungsbüro ISA – Internationales Stadtbauatelier mit Dependancen in Seoul, Beijing und Santiago, wurden große internationale Projekte bearbeitet, oft auf der Grundlage gewonnener Wettbewerbe. In seinen städtebaulichen Entwürfen hat er die Erkenntnisse seiner Forschung zu Stadtraum und Ortsbild in eine engagierte Praxis übersetzt. Für die kulturelle Verankerung seines weltweiten Engagements stand die freundschaftliche Verbundenheit mit Planern in den globalen Wachstumspolen. Bis vor wenigen Monaten hat er seine umfassenden Erfahrungen in das von ihm gegründete Büro eingebracht. Seine Partner werden es weiterführen. Michael Trieb wird eine große Lücke hinterlassen.

Wir werden ihn sehr vermissen.

Für das Städtebau-Institut

Prof. Dr. Johann Jessen

IREM Industrial Real Estate Management - Transformation gestalten, Nachhaltigkeit fördern

IREM Industrial Real Estate Management - Transformation gestalten, Nachhaltigkeit fördern

 

Arbeitskreis Industriebau an der Universität Stuttgart erarbeitet zur IBA 2027 Entwicklungskonzept für die StadtRegion Stuttgart

 

Wie begegnet man den Auswirkungen von Megatrends wie der digitalen Transformation, nachhaltiger Produktion, demografischem Wandel oder umweltschonender Mobilitätskonzepte auf die Region Stuttgart und die dortigen Unternehmen? Konzepte für diese Herausforderungen entwickelt der neue Arbeitskreis Industriebau an der Universität Stuttgart, dem auch renommierte Unternehmen der StadtRegion angehören, für die Internationale Bauausstellung IBA 2027 StadtRegion Stuttgart. Erste Überlegungen zeigt das Gremium in einem Thesenpapier.

Zu den Vertretern des Arbeitskreises Industriebau zählen neben IREM Industrial Real Estate Management der Universität Stuttgart renommierte Unternehmen der StadtRegion. Ihr Ziel ist eine zukunftsweisende Weiterentwicklung der Industriekultur zur Sicherung des Wohlstands der Region Stuttgart. Die Mitglieder verstehen digitale Transformation als Voraussetzung, um international wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben, und werden sie aktiv gestalten, wollen neue Mobilitätskonzepte für eine nachhaltige Lebensweise entwickeln, dabei innovative Ideen nutzen und daraus neue Produkte und Geschäftsmodelle erzeugen, stellen sich den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz, um die Veränderungen zum Wohle der Gesellschaft gemeinsam zu gestalten, berücksichtigen in ihren Arbeitswelten den demographischen Wandel und begegnen den neuen Anforderungen an Nachhaltigkeit mit einem ressourcenschonenden, verantwortungsvollen Handeln. Bis zur Internationalen Bauausstellung 2027 in Stuttgart will das Gremium erste Konzepte erarbeiten und Maßnahmen umsetzen.

 

 

Ein Pavillon aus Verbundfaser

Ein Pavillon aus Verbundfaser


Dreck, Staub, Lärm. Wer an einer Großbaustelle lebt, kann ein sprichwörtliches Lied davon singen. Es könnte aber auch anders gehen: eine Rolle Glasfaser, eine Rolle Carbon und ein Roboter. So könnte ein neues Haus entstehen - staubfrei und leise. Wie das funktionieren soll, erproben derzeit ICD und ITKE an einem Pavillon für die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn.

 

Weiter Lesen

Franz Arlart, Janina Stemler und Aaron Geier vom IEK/Prof. Moro gewinnen den Studentischen Nachwuchspreis aWArd 2019

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Franz Arlart, Janina Stemler und Aaron Geier vom Institut für Entwerfen und Konstruieren/

Prof. José Luis Moro heißen die diesjährigen Preisträger des Studentischen Nachwuchspreises aWArd 2019!

 

Zur Zusammenfassung der Preisträgerarbeiten.pdf

Unser neues Jahrbuch 2019 ist ab sofort erhältlich

Unser neues Jahrbuch 2019 ist ab sofort erhältlich

 

Das Jahrbuch 2019 der Fakultät Architektur und Stadtplanung, mit einer ganzen Reihe ausgewählter Arbeiten aus allen Instituten sowie namhaften, fakultätsübergreifenden Forschungsprojekten ist ab sofort am Dekanat zum Preis von 25,00 Euro erhältlich.

 

Für Studenten gilt der ermäßigte Preis von 10,00 Euro.

 

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Kontakt

Dekanat der Fakultät 1

Universitätsbereich Stadtmitte
Keplerstr. 11, K1 - 1. OG, Raum 1.23

Tel. 0711/685-83223
E-mail: dekanat(at)f01.uni-stuttgart(dot)de

 

Kazuyo Sejima

Die Fakultät Architektur und Stadtplanung verlieh der japanischen Architektin Kazuyo Sejima am 15. November 2013 die Ehrendoktorwürde. Sejima (geb. 1956) gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Architekturszene. Die Bauten ihres 1995 zusammen mit Ryue Nishizawa gegründetes Büro SANAA werden seit 1996 international wahrgenommen. 2010 wurde das Büro mit dem in Fachkreisen als Nobelpreis für Architektur geführten Pritzker-Preis in New York ausgezeichnet.