Universität Stuttgart - Architektur & Stadtplanung

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Begegnungsraum Stuttgart als herausragende studentische Initiative ausgezeichnet

Begegnungsraum Stuttgart als herausragende studentische Initiative ausgezeichnet

 

Der Begegnungsraum Stuttgart wurde am 10.09.2018 im Rahmen des Programmes “Welcome - Studierende engagieren sich für Flüchtlinge” vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung auf der Welcome-Konferenz mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Vor knapp einem Jahr, im Oktober 2017, wurde der Begegnungsraum im Herzen von Stuttgart, zwischen Liederhalle, HfT und der Universität Stuttgart, eröffnet. Seither ist der Raum erweitertes Wohnzimmer für die BewohnerInnen der Unterkunft, Treffpunkt zwischen Jung und Alt, Studierenden und Berufstätigen, ein Ort für verschiedenste Initiativen, Veranstaltungen und Unterstützungsmöglichkeiten, für alle, die eine Unterstützung benötigen. Mit dem Raum wurde von Studierenden in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen ein Ort geschaffen, der aktive Integration in den Mittelpunkt stellt und Begegnungen zwischen verschiedensten Menschen ermöglicht und fördert.

Für dieses Konzept und das Einwirken auf die soziale Frage durch Architektur wurde der Begegnungsraum Stuttgart als eine von drei Initiativen für den Welcome-Preis vom DAAD nominiert und durch eine Online-Abstimmung mit dem zweiten Platz und 5.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Der Begegnungsraum Stuttgart und die Überlegung, einen Raum zu schaffen der Geflüchtete und Stuttgarter BürgerInnen zusammenführt, geht auf die Frage in der Masterthesis der Projektinitiatorinnen Tine Teiml und Meike Hammer zurück, welche Rolle ArchitektInnen innerhalb der sozialen Frage, insbesondere der Zuwanderungsdebatte, haben. Aus der theoretischen Frage wurde im studentischen Selbstbauprojekt ein reales Objekt: In einem Team mit Hanna Müller, Theresa Hölz, Kommilitonen, Freunden, Ehrenamtlichen, tatkräftigen Fachleuten, den Bewohnern der Unterkunft und mit der Unterstützung der Plattform 1zu1, Professor Peter Cheret, unzähligen Sponsoren und der Stadt Stuttgart wurde der Begegnungsraum am Gelände der Flüchtlingsunterkunft in der Breitscheidstraße geplant und gebaut.

Exzellenzkommission wählt Exzellenzcluster „Integratives computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur“ zur Förderung aus

Exzellenzkommission wählt Exzellenzcluster „Integratives computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur“ zur Förderung aus

 

Neues Denken für die gebaute Umwelt

Das Exzellenzcluster „Integratives computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur“ setzt auf das volle Potential digitaler Technologien, um das Planen und Bauen neu zu denken und durch einen systematischen, ganzheitlichen und integrativen computerbasierten Ansatz wegweisende Innovationen für das Bauschaffen zu ermöglichen. 87 Prozent seiner Zeit verbringt der Mensch in Gebäuden, und der Raumbedarf nimmt ständig zu. Weltweit sind in den nächsten 35 Jahren neue städtische Bauten für 2,6 Milliarden Menschen zu schaffen. Doch die Produktivität der Bauindustrie stagniert seit Jahrzehnten, und bereits heute konsumiert der Bausektor mehr als 40 Prozent der globalen Ressourcen und Energie. Neue Ansätze für das Planen und Bauen sind dringend gefragt. Eine Lösung versprechen die digitalen Technologien, doch aufgrund der Kleinteiligkeit der Bauindustrie und einer zergliederten Forschungslandschaft führen diese bisher nur isoliert und sehr langsam zu Verbesserungen. Das Exzellenzcluster hat sich daher vorgenommen, das Planen und Bauen neu zu denken und setzt dabei auf einen ganzheitlichen computerbasierten Ansatz. Cluster-Sprecher Prof. Achim Menges, Leiter des Instituts für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung der Universität Stuttgart, zu den Zielen des Clusters: „Architektur ist von zentraler Bedeutung für unsere Gesellschaft. Das Bauschaffen steht aber vor enormen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen. Wir wollen durch einen integrativen und interdisziplinären Forschungsansatz das volle Potential digitaler Technologien erschließen, um die Grundlagen für wegweisende Innovationen und ein zukunftsfähiges Planen und Bauen zu schaffen.“

 

Übergeordnetes Co-Design

Eine zentrale Zielsetzung ist die Entwicklung einer übergeordneten Methodologie des „Co-Designs“ von Methoden, Prozessen und Systemen, basierend auf interdisziplinärer Forschung zwischen den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Ingenieursgeodäsie, Produktions- und Systemtechnik, Informatik und Robotik, sowie Sozial- und Geisteswissenschaften. Im Zentrum der Forschung steht die Frage, wie sich neue digitale Technologien nicht allein für die Optimierung bestehender Prozesse und Systeme einsetzen lassen, sondern wie neuartige Entwurfs-, Planungs-, Fertigungs- und Bauansätze entwickelt werden können. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwarten umfassende Lösungswege für die ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen, die durch inkrementelle (schrittweise) Ansätze nicht zu meistern sind. Damit wollen sie die Voraussetzungen für eine qualitätsvolle, lebenswerte und nachhaltig gebaute Umwelt sowie für eine digitale Baukultur schaffen. Ebenso soll die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im global größten Industriebereich gestärkt werden. Stützen können sie sich dabei auf die langjährige Vorreiterrolle und internationale Sichtbarkeit der Universität Stuttgart in Architektur und Bauingenieurwesen. Insbesondere fließen die Ergebnisse des DFG-Sonderforschungsbereichs SFB 1244 (Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen, Sprecher Prof. Werner Sobek) sowie des auslaufenden transregionalen Sonderforschungsbereich SFB-TR 141 (Entwurf- und Konstruktionsprinzipien in Biologie und Architektur, Sprecher Prof. Jan Knippers) in die künftige Forschung ein.

 

Video: „Integratives computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur“

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Erster Forschungspavillon der Gruppe BioMat des ITKE wird eingeweiht

Erster Forschungspavillon der Gruppe BioMat des ITKE wird eingeweiht

 

Wiederverwertbar Bauen mit biobasierten Materialien

 

Biobasierte Materialien, zum Beispiel auf der Basis von Naturfasern und Biopolymeren, sind ein vielversprechender Ansatz für eine nachhaltige Architektur der Zukunft und innovative Bauformen. Ihre Erforschung ist das Ziel der vor zwei Jahren am Institut fur Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Universität Stuttgart eingerichteten Gruppe BioMat unter der Leitung der Juniorprofessorin Hanaa Dahy.

 

Am 15. August feiert die Gruppe die Eröffnung ihres ersten Forschungspavillons, der die Visionen sichtbar macht. Der Pavillon besteht aus einer doppelt gekrümmten Segmentschale aus leichten, ihrerseits einfach gekrümmten Holz- und Biokomposit- Elementen, die von drei sich kreuzenden Holzbalken getragen wird. Alle Elemente können anschließend getrennt und wiederverwendet werden, um verschiedene weitere Designs und Konstellationen zu bilden. Die ganzheitliche Geometrie ähnelt einem 3D-Gewebe, bei dem die gebogenen Elemente mit Knoten in alle Richtungen im Raum verbunden sind. Dies ermöglicht es, neue ästhetische architektonische Merkmale der Zukunft auszudrücken, die durch den Einsatz von digitalen Fertigungstechnologien und Datenflussmanagement ermöglicht wurden.

 

Die Arbeit ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen erfahrenen Architekten, rund 40 Architekturstudierenden sowie mehreren Instituten der Universität Stuttgart, darunter dem Institut für Bauwesen und Konstruktion (Prof. Ulrike Kuhlmann) und dem Institut für Ingenieurgeodäsie (Prof. Volker Schwieger). Auf internationaler Ebene kooperierte Dahy unter anderem mit der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden (Department of Built Environment, Prof. Patrick Teuffel). Unterstützung kam von der Deutschen Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) im Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie durch Baden-Württemberg Stiftung und einige industrielle Förderungen.

 

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Preise für Abschlussarbeiten und Dissertationen

 

84. Mitgliederversammlung der Vereinigung von Freunden der Universität Stuttgart

 

Am Mittwoch, den 25. Juli 2018, lud die Vereinigung von Freunden der Universität Stuttgart e. V. zur jährlichen Mitgliederversammlung. Dr. Volkmar Denner, erster Vorsitzender der Vereinigung und Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH eröffnete die Veranstal-tung. Rektor Prof. Wolfram Ressel berichtete über die Lage der Univer-sität. Den Festvortrag mit dem Titel „ARENA2036 – Eine neue Art zu forschen“ hielt Peter Froeschle, Vorstandsvorsitzender der ARENA2036. ARENA2036 (Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles) ist eine neue Kooperationsform, bei der unterschiedliche Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft unter einem Dach innovative Zukunftsthemen zu Mobilität, Produktion und Leichtbau erforschen.

 

Zur Pressemitteilung

Portfolio der Fakultät 2018

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Kontakt

Dekanat der Fakultät 1

Universitätsbereich Stadtmitte
Keplerstr. 11, K1 - 1. OG, Raum 1.23

Tel. 0711/685-83223
E-mail: dekanat(at)f01.uni-stuttgart(dot)de

 

Kazuyo Sejima

Die Fakultät Architektur und Stadtplanung verlieh der japanischen Architektin Kazuyo Sejima am 15. November 2013 die Ehrendoktorwürde. Sejima (geb. 1956) gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Architekturszene. Die Bauten ihres 1995 zusammen mit Ryue Nishizawa gegründetes Büro SANAA werden seit 1996 international wahrgenommen. 2010 wurde das Büro mit dem in Fachkreisen als Nobelpreis für Architektur geführten Pritzker-Preis in New York ausgezeichnet.