Öffentliche Kommunikation
Dipl. Ing. Kerstin C. Ottmar
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Im Rahmen der Diplomfeier am 07. Dezember 2011 der Fakultät Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart, wurde traditionell zur Verabschiedung der Absolventen der Diplompreis des Sommersemesters 2011 verliehen.
Des Weiteren gab es von der Jury drei Anerkennungen sowie vier Lobende Erwähnungen für Arbeiten der Absolventen der Fakultät 1.
Die Jury dieses Semesters setzte sich zusammen aus: Till Briegleb, Kulturjournalist, Süddeutsche Zeitung; Wolfgang Lorch, Wandel Höfer Lorch Architekten und Stadtplaner, Saarbrücken; Robert Mokosch, Steelcase Werndl AG, Rosenheim; Olga Ritter, Ritter Jokisch Architektur und Innenarchitektur, München; Andreas Quednau, Professor für Entwerfen, Öffentliche Räume und Bauten/Städtebau, Kunstakademie Stuttgart; Max Vomhof, Absolvent und Preisträger des WS 2011/12 der Universität Stuttgart sowie Lea Urner, Fachschaft Architektur und Stadtplanung, Universität Stuttgart.
Die Fakultät gratuliert herzlich allen Preisträgern zu Ihren herausragenden Arbeiten.
SI, Prof. Misselwitz
Dem Verfasser Sebastian Knust gelingt es mit seiner Arbeit „Monte Azul 31+“ auf beeindruckend plausible Weise, einen komplexen Analyse- und Entwicklungsprozess für ein Favela in Sao Paulo zu erarbeiten. Von ersten persönlichen Eindrücken bis zu konkreten, sensiblen Eingriffen zur Verbesserung dieses prekären Wohnquartiers entwickelt er detaillierte und überzeugende Lösungen, die ein großes Verständnis des Ortes wie des möglichen Vorgehens beweisen. Besonders hervorzuheben ist die überaus professionelle, verständliche und bildliche Präsentation, die durch den persönlichen, teilweise poetischen Zugang des Verfassers noch an Überzeugungskraft gewinnt. Von allen präsentierten Arbeiten besitzt diese Diplomarbeit bei höchster Komplexität die größte Stringenz und Anschaulichkeit.
Till Briegleb (Mitlied der Diplomjury 2011)
NN | Nomen Nominandum oder auf dem Weg zum Neuen Nordbahnhof
IRGE, Prof. Allmann
Die Autorinnen der Arbeit mit dem bezeichnenden Titel „Nomen Nominandum“ wählen eine für eine Diplomarbeit ungewöhnliche Aufgabenstellung. So liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Erarbeiten eines visualisierbaren Gebäudes oder einer konkreten städtebaulichen Planung, die Arbeit beschäftigt sich vielmehr mit der Entwicklung einer alternativen prozessualen Vorgehensweise anhand der frei werdenden Flächen des Stuttgarter Nordbahnhofareals. Mit der Grundthese, vorhandene Gebäude und Flächen als „prinzipiell erhaltenswert“ einzustufen, der Öffentlichkeit zugängig zu machen, die Beteiligung der Nutzer zu fördern und im Ergebnis abzubilden, zeichnet "Nomen Nominandun" ein pointiertes Gegenbild zum Verfahren Stuttgart 21.
Der schwierige Versuch, eine „abstrakte“ Zielsetzung in Form eines „Regelwerkes“ zu definieren um die Richtung der gestalterischen Entwicklung vor zu geben, ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen, wird anhand einiger Interventionspunkte im Verlauf der alten - neu zu interpretierenden Schienenwege exemplarisch dargestellt.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine konsequente Durcharbeitung und vielschichtige Betrachtung der vorgeschlagenen Stadtentwicklungsstrategie aus und vermittelt Inhalte und Ergebnisse anschaulich, durch ein durchgängig hohes Niveau der Präsentation.
Olga Ritter (Mitglied der Diplomjury 2011)
Urbaner Komplex in Nanjing
IWE, Prof. Jocher
In einem Gebiet der Stadt Nianjing, das von wiederholter Zerstörung und Wiederaufbau und einer daraus resultierende Nähe von Altem und Neuem geprägt ist, entwickeln die beiden Studenten mit ihrer Idee eines urbanen Komplexes eine interessante Kombination aus zeitgenössischer Baustruktur und historisch gewachsenen Formen des Zusammenlebens. Zwar erscheint der Jury die gefundene Lösung aufgrund der unklaren Orientierung einzelner Höfe und teils sehr geringen Abstandsflächen zunächst unglaubwürdig, doch schaffen es die Studenten nicht nur über liebevoll und sehr detailliert gezeichnete Perspektiven und Schnitte erfolgreich, einen positiven Eindruck funktionierender und qualitätsvoller Lebensräume zu vermitteln.
Max Vomhof (Mitglied der Jury 2011)
Habis Royal
IÖB, Prof. Lederer
Unter den gezeigten Bearbeitungen des Diplomthemas „Habis Royal“ sticht das mutige Konzept von Jieqing Zhao hervor. Das Begreifen dieses zentralen Ortes als stadtteilverbindende „Agora“ - heute nach Ray Oldenburg eher als „third place“ bekannt - ist ein einleuchtender Kunstgriff zur Schaffung neuer stadträumlicher Qualitäten und Wahrnehmungsperspektiven in diesem Transformationsgebiet. Das umschließende Bauwerk, das in seiner Rolle als multifunktionaler Schutzwall eine abgeschirmte Open-Air-Bühne mit spektakulärer Fluss-Einbindung bildet, ist von der Nutzungsmischung und von der innenräumlichen Typologie plausibel und zukunftsfähig.
Robert Mokosch (Mitglied der Diplomjury 2011)
„Carlsberg Brewhouse“, Karl-Maximilian Vogt
Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens, Prof. Allmann
„Revolution in Progress“, Andreas Dzink, Philipp Perez Martinez
Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens, Prof. Allmann
„International School and Museum of Flamenco“, Jang Hyuk Yoon
Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen, Prof. Lederer
„Olga Privat“, Tong Dou
Institut Wohnen und Entwerfen, Prof. Jocher"
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